Rafael Nadal
Rafael Nadal
Rafael Nadal Tennisspieler
Rafael Nadal
Spitzname: Rafa
Nationalität: Spanien Spanien
Geburtstag: 3. Juni 1986
Größe: 185 cm
Gewicht: 85 kg
1. Profisaison: 2001
Spielhand: Links
Trainer: Toni Nadal
Preisgeld: 46.300.862 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 550:118
Karrieretitel: 46
Höchste Platzierung: 1 (18. August 2008)
Aktuelle Platzierung: 2
Wochen als Nr.1: 102 Wochen
Grand-Slam-Bilanz
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Grand-Slam-Titel: 10
Doppel
Karrierebilanz: 91:58
Karrieretitel: 7
Höchste Platzierung: 26 (8. August 2005)
Aktuelle Platzierung: 164
Grand-Slam-Bilanz
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Grand-Slam-Titel: 0
Olympische Spiele
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Olympische Medaillen:
Letzte Aktualisierung der Infobox: 30. Januar 2012
Rafael Nadal Parera (* 3. Juni 1986 in Manacor, Mallorca) ist ein spanischer Tennisspieler. Er wurde am 18. August 2008 erstmals die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste. Die Spitzenposition im ATP-Ranking konnte er zunächst bis zum 6. Juli 2009 halten. Nach dem Gewinn der French Open übernahm er sie am 7. Juni 2010 erneut, musste sie jedoch am 4. Juli 2011 an Novak Đoković wieder abgeben.
Nadal gewann in seiner Karriere bisher zehn Grand-Slam-Titel. Sechsmal war er bei den French Open, zweimal in Wimbledon und je einmal bei den Australian Open und den US Open siegreich. Damit ist er einer von nur sieben Spielern, die in ihrer Karriere jedes der vier Grand-Slam-Turniere wenigstens einmal gewonnen haben. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann er zudem die Goldmedaille in der Einzelkonkurrenz. 2011 wurde er zum Weltsportler des Jahres gewählt.
Nadal, der zunächst als Sandplatzspezialist bekannt geworden ist, hält den Rekord der längsten Siegesserie auf Sand: zwischen April 2005 und Mai 2007 gewann er auf diesem Belag 81 Spiele in Folge, ehe er im Endspiel des Hamburger Masters-Turniers gegen Roger Federer verlor. Nadal zählt nicht nur zu den aktuell besten Sandplatzspielern, von vielen wird er sogar als der beste Spieler auf Sand in der Geschichte des Tennissports angesehen.[1][2][3]
Inhaltsverzeichnis
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1 Biografie
1.1 Kindheit
1.2 2001–2004: Anfänge auf der ATP Tour
1.3 2005–2007: Siege bei den French Open und Rekordserie auf Sand
1.4 2008–2010: Karriere-Grand-Slam, Olympiasieg und Weltranglistenerster
1.5 2011
1.6 2012
2 Spielweise und Besonderheiten
3 Leistungsbilanz
3.1 Turnierplan 2012
3.2 Turniersiege
3.3 Leistungsbilanz bei den wichtigsten Turnieren
4 Auszeichnungen
5 Trivia
6 Einzelnachweise
7 Weblinks
Biografie [Bearbeiten]
Kindheit [Bearbeiten]
Rafael Nadal wurde auf der spanischen Insel Mallorca geboren. Der Nachname Nadal entstammt dem dort gesprochenen Katalanisch und bedeutet Weihnachten.
Im Alter von vier Jahren begann er mit dem Tennisspielen. Trainiert wird er bis heute von seinem Onkel Toni. Nadals zweiter Onkel Miguel Ángel Nadal spielte als Profi-Fußballer unter anderem für den FC Barcelona und bestritt 62 Spiele für die spanische Nationalmannschaft.
2001–2004: Anfänge auf der ATP Tour [Bearbeiten]
Rafael Nadal suchte früh den Weg auf die Profitour, im Jahr 2001 war er erstmals als Profi-Spieler gemeldet. Mit 15 Jahren spielte er in Madrid sein erstes Turnier, das für ihn aber nach der ersten Runde schon beendet war.[4]
2002 gelang dem Mallorquiner der erste Sieg auf der ATP Tour. Auf Mallorca, seiner Heimat, besiegte er in der ersten Runde Ramon Delgado. Im selben Jahr gewann er sechs Titel bei kleineren spanischen Turnieren der Future-Serie.[5] Im Juni erreichte er bei seinem einzigen Start auf der Junioren-Tour das Halbfinale von Wimbledon. Zum Jahresende 2002 hatte sich Nadal um 611 Plätze in der Weltrangliste auf Rang 200 verbessert.
Zum Saisonbeginn 2003 schaffte er einige Finalteilnahmen auf der ATP Challenger Tour, bevor er sich im April erstmals für ein Turnier der Masters Series qualifizieren konnte. In Monte Carlo konnte er Siege über Karol Kucera und Albert Costa feiern, ehe er in der dritten Runde gegen den späteren Finalisten Guillermo Coria ausschied. Die guten Ergebnisse brachten ihm neben wichtigen Ranglistenpunkten auch die regelmäßige Teilnahme an Turnieren der ATP Tour, der höchsten Spielkategorie im Herrentennis. Eine Verletzung verhinderte dann seinen ersten Start bei den French Open. Bei seinem ersten Auftritt in Wimbledon erreichte er dort mit 17 Jahren als jüngster Spieler seit Boris Becker die dritte Runde, wo er Paradorn Srichaphan unterlag. Sein bestes Abschneiden auf der ATP Tour in diesem Jahr folgte mit dem Halbfinaleinzug (Gegner Carlos Moya) beim Turnier in Umag. Schon in dieser Saison deutete sich seine besondere Stärke auf Sand an - elf seiner 14 Siege landete er auf diesem Untergrund. Am Jahresende stand Nadal auf Platz 49 der Weltrangliste. In der Saison 2003 spielte er außerdem für den TC Blau-Weiß Neuss in der Tennis-Bundesliga.
Zum Jahresbeginn 2004 erreichte er in Auckland sein erstes Finale bei einem ATP-Turnier, das er jedoch gegen Dominik Hrbaty verlor. Bei seinem Australian-Open-Debüt zog Nadal in die dritte Runde ein, wo er Lleyton Hewitt unterlag. Beim Miami Masters konnte er zum ersten Mal den Weltranglistenersten Roger Federer mit 6:3, 6:3 besiegen und ins Achtelfinale vorstoßen. Beim Turnier von Estoril kam er bis ins Viertelfinale, wo er wegen einer Stressfraktur im Mittelfußknochen nicht antreten konnte. Die Verletzung zwang ihn zu einer dreimonatigen Pause. Im August gewann Nadal dann erstmals ein ATP-Turnier, sein Finalgegner in Sopot war José Acasuso. Bei den US Open erreichte er an der Seite von Tommy Robredo zum ersten Mal im Doppel das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.
Im Dezember gehörte Nadal der spanischen Mannschaft an, die im Davis-Cup-Finale die USA mit 3:2 bezwang. Bei seinem Sieg über Andy Roddick war er mit 18 Jahren und sechs Monaten der zweitjüngste Spieler (nach Boris Becker 1985), der jemals ein Einzelmatch in einem Davis-Cup-Finale gewinnen konnte.
2005–2007: Siege bei den French Open und Rekordserie auf Sand [Bearbeiten]
Nadal 2006 beim Masters Cincinnati
Rafael Nadal im Finale der French Open 2007
Das Jahr 2005 brachte Nadal mit elf Turniersiegen den endgültigen Durchbruch, so viele sind ihm in einer Saison seitdem nicht mehr gelungen (Stand: Dez. 2011). Den größten Erfolg feierte er bei den French Open: er war der erste Spieler seit Mats Wilander im Jahr 1982, der gleich bei seinem Debüt in Paris gewinnen konnte. Im Halbfinale besiegte er an seinem neunzehnten Geburtstag Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:4 und 6:3. Mit seinem Finalsieg über Mariano Puerta war Nadal mit 19 Jahren und 2 Tagen zudem der jüngste Sieger eines Grand-Slam-Turniers seit Pete Sampras (US Open 1990). In Wimbledon musste er eine frühe Niederlage einstecken, als Nummer vier der Setzliste unterlag er in Runde zwei dem Luxemburger Gilles Müller. In Montreal holte er sich dann mit einem Dreisatzsieg über Andre Agassi seinen ersten Titel auf Hartplatz. Bei den US Open musste er sich (gegen James Blake) erneut in der dritten Runde geschlagen geben. Acht seiner elf Titel gewann Nadal auf seinem Lieblingsbelag: seine Jahresbilanz auf Sand wies 50 Siege bei zwei Niederlagen auf, wobei er bis zum Jahresende 36 Matches in Folge ungeschlagen blieb. Nadal war damit der erfolgreichste Sandplatzspieler seit Thomas Muster - der Österreicher hatte es 1995 auf 65 Siege bei nur zwei Niederlagen gebracht. Nadal beendete das Jahr als erster Teenager seit Boris Becker im Jahr 1986 auf Position zwei der Weltrangliste.
2006 gewann Nadal fünf Turniere, vier davon gegen Roger Federer: Dubai, Monte Carlo, Rom und die French Open. Mit dem Finale in Rom blieb er auf Sand 53 Partien in Folge unbesiegt - damit stellte er den Rekord von Guillermo Vilas aus dem Jahr 1973 ein. Mit dem Titelgewinn bei den French Open hatte Nadal auf Sand 60 Siege in Folge errungen. Anschließend zeigte er sich auch auf Rasen stark verbessert. Als erster Spanier seit dem Titelgewinn seines Landsmannes Manuel Santana im Jahr 1966 konnte er in Wimbledon das Endspiel erreichen. Bei dem erneuten Duell mit Federer gewann diesmal der Schweizer. Für Nadal war es die erste Finalniederlage nach 14 Siegen in Serie. Zum Abschluss des Jahres erreichte er noch das Halbfinale des Tennis Masters Cups und beendete das Jahr wiederum auf Platz zwei der Weltrangliste.
2007 erreichte er das Viertelfinale der Australian Open, unterlag jedoch Fernando Gonzalez in drei Sätzen. Beim Masters-Turnier in Indian Wells konnte Nadal dann den ersten Turniersieg seit den French Open im Jahr zuvor feiern. Beim Masters-Turnier in Miami unterlag er im Viertelfinale Novak Đoković, den er im Finale von Indian Wells noch hatte bezwingen können. In Monte Carlo und Rom konnte er seine Titel aus dem Vorjahr verteidigen, sodass er nunmehr seit 78 Partien auf Sand unbesiegt war. Im Halbfinale von Rom stellte er den bisherigen Rekord John McEnroes von 75 Siegen in Serie auf einem Belag ein. Auch beim Turnier in Hamburg erreichte Nadal das Finale, verlor dort jedoch nach 81 Erfolgen auf Sand gegen Roger Federer. In Paris gelang Nadal mit einem erneuten Sieg über Federer der Hattrick bei den French Open. Auch in Wimbledon kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales, die wiederum Federer gewinnen konnte. Nach einer Niederlage im Achtelfinale der US Open gegen David Ferrer erreichte Nadal noch das Finale beim Paris Masters gegen David Nalbandian und das Halbfinale des Tennis Masters Cups gegen Federer.
2008–2010: Karriere-Grand-Slam, Olympiasieg und Weltranglistenerster [Bearbeiten]
Rafael Nadal bei den Pacific Life Open 2008
Rafael Nadal in Ohio 2008
Auf seinen ersten Halbfinaleinzug bei den Australian Open folgten zum Saisonbeginn 2008 noch das Halbfinale von Indian Wells und das Endspiel in Miami. Mit einem Sieg über Federer holte sich Nadal in Monte Carlo seinen vierten Titel in Folge. Auch im Doppel gewann er (mit Tommy Robredo) das Endspiel, der vierte Doppel-Titel seiner Profilaufbahn. Nadal war dann mit seinem Sieg in Hamburg erst der dritte Tennisspieler, der alle drei Masters-Turniere auf Sand in einem Jahr hatte gewinnen können. Bei den French Open gelang ihm (ohne Satzverlust) der vierte Triumph in Folge, womit er Borgs Open-Era-Rekord egalisieren konnte. In einem nur 107 Minuten dauernden Finale, dem kürzesten seit 1980, besiegte er Federer klar mit 6:1, 6:3 und 6:0. Auch in Wimbledon kam es wie in den vergangenen beiden Jahren erneut zum Finale zwischen ihm und Federer. Dieses Mal jedoch gewann der Spanier in einem engen Fünfsatzmatch. Er war mit seinem ersten Sieg in London der erste Spieler seit Björn Borg 1980, der in Paris und Wimbledon im selben Jahr gewinnen konnte.
Beim Turnier von Cincinnati verlor Nadal zwar sein Halbfinale. Da aber Federer bereits im Achtelfinale ausgeschieden war, konnte Nadal ihn am 18. August 2008 von der Spitze der Tennisweltrangliste (er thronte dort seit 237 Wochen) verdrängen. Am 17. August 2008 holte er sich bei den Olympischen Sommerspielen in Peking mit einem Sieg über den Chilenen Fernando González die Goldmedaille. Wie schon in Australien erreichte Nadal auch bei den US Open zum ersten Mal das Halbfinale gegen Andy Murray. Das letzte Masters des Jahres in Paris musste er wegen einer Knieverletzung im Viertelfinale abbrechen. Seine Teilnahme beim Tennis Masters Cup und beim Davis-Cup-Finale, das Spanien erneut gewinnen sollte, musste er daraufhin absagen.
Am 1. Februar 2009 gelang Rafael Nadal bei den Australian Open der erste Grand-Slam-Turniersieg auf Hartplatz (Finale gegen Federer). Für Nadal war es der sechste Grand-Slam-Titel und der 13. Sieg im 19. Duell gegen Federer - zugleich aber auch der erste Einzelsieg eines Spaniers bei den Australian Open.[6] Im weiteren Saisonverlauf gewann er auch in Barcelona den Titel, sein fünfter Erfolg in Serie dort. Dagegen schied Nadal im Achtelfinale der French Open überraschend gegen den Schweden Robin Söderling aus. Es war seine erste Niederlage in Roland Garros überhaupt. Verletzungsbedingt trat Nadal nicht in Wimbledon an und musste nach Federers Triumph dort die Führung im ATP Ranking wieder an diesen abgeben. Nadal stand bis zum 5. Juli 2009 insgesamt 46 Wochen auf Position 1 der Weltrangliste. Nach der Verletzungspause ging er erst wieder beim Rogers Cup an den Start, wo er im Viertelfinale von Juan Martín del Potro gestoppt wurde. Gegen denselben Gegner verlor er auch das Halbfinale der US Open und beendete die Saison damit zum vierten Mal auf Platz zwei.
Bei den Australian Open 2010 musste Titelverteidiger Nadal sein Viertelfinalmatch gegen den späteren Finalisten Andy Murray im dritten Satz wegen einer Knieverletzung abbrechen. Im April gelang ihm in Monte Carlo der sechste Erfolg in Serie. Auch in Rom gelang ihm die Titelverteidigung und mit dem Sieg in Madrid der 18. Titel bei einem Turnier der Masters Series. Damit übernahm Nadal in dieser Statistik den Spitzenplatz von Andre Agassi, der es auf 17 Erfolge gebracht hatte. Die French Open gewann er (wiederum ohne Satzverlust) bereits zum fünften Mal. Er besiegte im Finale Robin Söderling und konnte erneut die Weltranglistenführung übernehmen.[7] Am 4. Juli 2010 sicherte sich Nadal seinen zweiten Wimbledon-Titel, als er Tomáš Berdych in drei Sätzen besiegte. Bei den US Open konnte er sich dann erstmals für das Finale qualifizieren, in dem er am 13. September Novak Đoković in vier Sätzen bezwang. Im gesamten Turnierverlauf gab Nadal nur fünf Aufschlagspiele ab und stellte so den Rekord von Andy Roddick aus dem Jahr 2003 ein.
2011 [Bearbeiten]
Das Jahr begann für Nadal mit dem ATP-Turnier von Doha, wo er das Halbfinale gegen Nikolay Davydenko mit 3:6, 2:6 verlor. Mit einem Turniersieg bei den Australian Open hätte er zu diesem Zeitpunkt als erster Spieler nach Rod Laver alle vier Grand-Slam-Titel in seinem Besitz haben können. Im Viertelfinale musste er sich jedoch seinem Freund David Ferrer geschlagen geben. Nachdem er sich im ersten Satz eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte, verlor er das Match mit 4:6, 2:6 und 3:6. Bei seinem Comeback konnte Nadal in Indian Wells und Miami jeweils das Finale erreichen. Beide Endspiele endeten mit Niederlagen gegen Novak Đoković - in Indian Wells mit 6:4, 3:6, 2:6 und in Miami mit 6:4, 4:6, 6:7. Seinen ersten Titel des Jahres errang Nadal in Monte Carlo, wo er Ferrer dieses Mal im Finale mit 6:4, 7:5 besiegte; es war dort sein siebter Erfolg in Serie. Damit ist Nadal alleiniger Rekordhalter, die Anzahl Siege bei einem Masters-Turnier betreffend. Eine Woche später konnte er sich erneut mit 6:2, 6:4 gegen Ferrer durchsetzen und seinen sechsten Titel beim ATP-Turnier von Barcelona klarmachen. Anfang Juni gewann Nadal ebenfalls zum sechsten Mal das Finale der French Open. Er besiegte wieder einmal Roger Federer nach 3:40 Stunden mit 7:5, 7:6, 5:7 und 6:1 und zog mit dem schwedischen Rekordsieger Björn Borg gleich, der ebenfalls sechsmal in Paris triumphieren konnte.[8]
In Wimbledon verlor Nadal zum fünften Mal in diesem Jahr ein Finale gegen Novak Đoković. Der Serbe konnte bereits durch das Erreichen des Endspiels, das er mit 6:4, 6:1, 1:6 und 6:3 gewann, Nadal als Weltranglistenersten ablösen. Bei den Vorbereitungsturnieren auf die US Open bot Nadal eher mäßige Leistungen und schied in Montreal und Cincinnati jeweils früh aus. Bei den US Open steigerte er sich dann von Runde zu Runde. Schließlich kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Đoković, allerdings mit dem besseren Ende für den Serben, der mit 6:2, 6:4, 6:7, 6:1 auch das sechste Aufeinandertreffen der Saison für sich entscheiden konnte. Im September zog er nach zwei souveränen Siegen gegen Tsonga und Gasquet mit Spanien ins Davis-Cup-Finale ein. Im Oktober hatte Nadal einen weiteren Tiefpunkt, als er gegen Andy Murray in Tokio und später gegen Florian Mayer in zwei Sätzen beim Masters in Shanghai verlor. Auch beim Saisonfinale erreichte er nicht seine alte Form und musste sich nach Niederlagen gegen Federer und Tsonga frühzeitig verabschieden. Im Davis-Cup-Finale Anfang Dezember gegen Argentinien, verhalf er dem spanischen Team mit seinen Erfolgen gegen Juan Monaco und Juan Martin Del Potro zum Sieg und konnte somit das Jahr 2011 erfolgreich abschließen.
Beim Start in die neue Saison schied er beim Einladungsturnier in Abu Dhabi gegen seinen Freund David Ferrer aus, konnte sich jedoch mit einem Sieg gegen Roger Federer den dritten Platz sichern.
2012 [Bearbeiten]
Zu Beginn des Jahres war er einer der Hauptakteure, die sich für weniger Turniere und stattdessen höhere Preisgelder einsetzten. Er sorgte außerdem für Aufsehen, als er dabei das Verhalten Roger Federer als Vorsitzender der Spielergewerkschaft kritisierte und ihm vorwarf nicht hinter den anderen Spielern zu stehen.[9] Beim ATP in Doha verlor Rafael Nadal im Halbfinale gegen Gael Monfils. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres unterlag er im Finale der Australien Open nach 5 Stunden und 53 Minuten im längsten Match der Turniergeschichte Novak Đoković in fünf Sätzen mit 7:5, 4:6, 2:6, 7:6, 5:7.
Spielweise und Besonderheiten [Bearbeiten]
Nadals bevorzugter Untergrund ist der Sandplatz, auf dem er schwer zu schlagen ist. Oft wurde er deshalb als Sandkönig bezeichnet. Nadals Spielweise ist durch ein kraftvolles und aggressives Grundlinientennis geprägt. Vor- und Rückhandschläge werden mit, für Spanier und Südamerikaner charakteristischem, starkem Topspin gespielt. Dies erreicht Nadal unter anderem durch seinen extremen Westerngriff auf der Vorhandseite und eine starke Beschleunigung des Schlägerkopfes. Seine beidhändige Rückhand gilt als eine der härtesten im Profitennis.
Nadals Spielhand ist die linke, obwohl er Rechtshänder ist. Verantwortlich hierfür ist sein Trainer und Onkel Toni Nadal, der die Ansicht vertrat, seine beidhändige Rückhand würde von einem starken rechten Arm profitieren. Bemerkenswert ist auch die außergewöhnliche Athletik des Mallorquiners, insbesondere seine enorme Schnelligkeit und Beweglichkeit, die es ihm ermöglicht, auch schwierige Bälle auf der Rückhandseite zu umlaufen und stattdessen seinen variableren Vorhandschlag einzusetzen. Nadal gilt als nervenstark und besitzt ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Damit zwingt er seine Gegner zu einem sehr aktiven und risikoreichen Spiel.
Mit seinem Aufschlag setzt Nadal im Unterschied zu vielen seiner Kollegen nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf das geschickte Platzieren des Balles. Seine Strategie besteht darin, möglichst extreme Winkel zu spielen und seine Gegner so unter Druck zu setzen. Schon oft wurde Nadal für seine ritualisierte Bewegungsabfolge vor dem Aufschlag, die relativ viel Zeit in Anspruch nimmt, kritisiert. Manche Gegner fühlen sich dadurch in ihrem Spielrhythmus gestört.
Quelle Wikipedia 2012
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